Wenn es um ein CMS geht, bei dem Weblog- und RSS-Features im Vordergrund stehen, ist Drupal klar vorne. Zwar ist das Templating in der derzeitigen Version (4.4.1) noch nicht das Goldene vom Ei, doch arbeiten die Entwickler gerade dran, das zu verbessern. Ein vollständig eingedeutschtes Backend ist auch schon am Horizont zu sehen, und die Online-Doku hilft zumindest bei den größen Problemen weiter.
Soll's dagegen professionell, leistungsfähig, multidomainfähig und massiv erweiterbar und auch für Redakteure vernünftig bedienbar sein, liegt die Prämisse klar bei Typo3. Das Ding ist gigantisch - nicht nur was die Leistungsfähigkeit, sondern leider auch den Lernaufwand betrifft. Dafür gibt's hierfür die mit Abstand professionellste und wirklich bis ins Kleinste reichende Dokumentation ever! So was sollte Schule machen…
Mambo ist auch ganz nett und einigermassen gut bedienbar, aber ich (und nicht nur ich allein) hatte mit diversen Problemen und Bugs zu kämpfen, so dass ich das CMS wieder beiseite gelegt habe. Dennoch nicht uninteressant, es gibt viele Module und ist einigermassen gut bedienbar - und hat mit die besten Templates der ganzen Testgruppe…
UPDATE: Mittlerweile ist Mambo in der stabilen Version 4.50 und der noch nicht ganz freigebenen, aber gut funktionierenden Version 4.51 (RC) erhältlich. Seit meinem damaligen Test hat sich dabei viel getan, so dass Mambo auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte. (ich liebe aber nun mein Typo3, mit dem ich nach zwei Monaten Lernphase ganz gut warm geworden bin…)
Das absolut Grausamste, was mir beim Testen der verschiedenen CMS untergekommen ist, sind die PHPNuke/PostNuke-Pakete. OK, grosser Funktionsvielfalt und Erweiterbarkeit, aber Templating, Bedienung, intuitives Arbeiten und “schnelles Seitenbasteln” sind mit diesen Systemen echte Albträume - mal abgesehen davon, dass also wirklich alle Template-Vorlagen (ich habe mir über 300 angesehen) so dermassen schlecht sind, dass sie wirklich nur für Kiddie-Doom-Pages taugen. Bäh, Finger weg…
UPDATE 2: Über einen interessanten Vergleich mehrerer Open Source Content Management Systeme ist hier zu lesen.